Das Blechazi beim Indie-Festival von Amazon

Die Chance für alle, die meinen Roman Das Blechazi. Keine Weihnachtsgeschichte noch nicht gelesen haben: Das E-Book ist vom 1. bis zum 8. Februar 2017 im Rahmen des Indie-Festivals bei Amazon für 0,89 EUR zu erhalten (E-Book-Version).

Das Buch ist  nicht DRM-geschützt, das heißt, es kann problemlos in andere Formate konvertiert und dann mit anderen Geräten gelesen werden.

Die Taschenbuchausgabe des Romans kostet 9,99 EUR.

Und natürlich freue ich mich sehr, wenn ich bei Gefallen eine Rezension erhalte.

Viel Vergnügen beim Lesen!

tasse

Frau Fröddel zu Gast im Bodenlosz-Archiv

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Auch im letzten Advent wurde im weltbesten Netzwerk, dem Texttreff, wieder gewichtelt. Wer ein Blog hat, darf teilnehmen und gewinnt einen Gasttext. Mein Los hat Prokrastessa gezogen. Und das freut mich sehr!

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Prokrastessa stiftete mir einen Text passend zu Ihrem Blog: „Nicht mehr aufschieben. Wie ich lernte, mit der Prokrastination zu leben“. Herzlichen Dank!

Auch ihre Bekannte, Frau Fröddel, kommt mir gar nicht fremd vor. Auf meinem Sofa sitzt oft eine Schwester im Geiste und hält mich von der Arbeit ab, obwohl ich selbst nicht prokrastinieren will. Nein, meine Mitbewohnerin ist es, die mich ablenkt. Ich muss sie mal fragen, ob sie Frau Fröddel kennt. Aber hier erst mal der Wichteltext. Viel Spaß beim Lesen!
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Ein ganz besonderes Garn

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Nackte Beine

Vor langer Zeit lebte ein Mann, der wollte Kaiser werden. Das war in seinem Land möglich, ohne ein Prinz zu sein, denn die Menschen bestimmten alle fünf Jahre einen aus ihrer Mitte, der sie regieren sollte.

Der Mann wollte gar nicht regieren, viel zu lästig war es ihm, in einer Sitzung auszuharren oder dicke Akten zu lesen. Aber als Kaiser, so dachte er, könnte er den ganzen Tag faul sein und andere arbeiten lassen, ohne dass jemand aufmuckte. Wer sollte dem Kaiser Vorschriften machen?

Der Mann war gewohnt, dass Menschen vor ihm Angst hatten. Er war schon als Junge reich gewesen und hatte sein Lebtag lang Menschen gefunden, die sich von ihm kaufen oder einschüchtern ließen. Eigentlich hatte er alles, was er wollte: Schmeichler, Handlanger und Dienstboten, eine junge Ehefrau, die alles tat, um seinen Wünschen zu genügen, goldenes Haar und sogar ein goldenes Haus auf einem hohen Turm. Manchmal stand er auf der Terrasse, spuckte nach unten und lachte, wenn er sich vorstellte, wie es auf die kleinen Menschen auf der Straße herabregnete.

Der Mann hatte drei Leibärzte, die er sehr gut bezahlte und über die er allerlei private Geheimnisse in Erfahrung gebracht hatte, damit sie seine Leibärzte bleiben würden. Sie hatten herausgefunden, dass der Mann allen anderen Menschen weit überlegen war. Sein Gehirn sei von Goldfäden durchzogen und deshalb könne er besonders wertvoll denken.
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Gefühlsfänger oder Ein Wir kann kein Gefühl haben

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Angst„Du fühlst dich sicher?“, fragt sie. Und statt sich für mich zu freuen, wird sie wütend.

Wie kannst du es wagen, dich sicher zu fühlen, sagt sie. Bist du zu dumm, zu naiv, zu verlogen, um die Angst zu spüren? Wir haben Angst, sagt sie. Wir werden verraten. Wir werden alleine gelassen. Von denen. Willst du eine von denen sein?

Diese Vorwürfe werden nicht immer ausgesprochen. Aber ich lese sie in der wütenden Miene meines Gegenübers. Wer nicht einstimmt in den Chor der Wut, setzt sich ab. Lässt die anderen alleine mit ihrer Wut. Lässt sie im Stich.

Das ist der Vorwurf: Du willst nicht eine von uns sein. Wir sind die vielen. Unsere Angst, unsere Wut, wir. Wir sind es, die ernst genommen und gehört werden müssen. Wer nicht mit uns fühlt, ist ein Fremdkörper.

Eigentlich bin ich eine olle Schisserin. Ich traue mich nicht, bei Eis und Schnee Rad zu fahren. Ich traue mich nicht, vom Fünfmeterbrett zu springen. Ich traue mich oft nicht mal zu flirten, wenn mir jemand gefällt. Die Rolle der Abgeklärten, Coolen und Mutigen ist mir wahrlich nicht auf den Leib geschneidert.
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Cookie – eine Geschichte setzt sich fort: Teil IV

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Cookie; Grafik: Katarina Pollner

Es kam ein Tag, an dem die Hexe Gretchen zum Wasserholen schickte, während sie sich an ihrem geheimnisvollen Pulver zu schaffen machte.

Der Brunnen war in der hintersten Ecke des Gartens. Gretchen musste das Wasser mit einem Eimer heraufholen und in einen Krug umfüllen. Ihr Körper tat das folgsam und effizient, doch Gretchen schrie, so laut sie konnte: „Oh je, der Krug. Der schöne Krug ist in den Brunnen gefallen.“

Cookie kam aus dem Haus gerannt. In einer Hand hielt sie das offene Säckchen mit dem Pulver, in der anderen schwang sie ihren dicken Stock. „Du dummer Trampel“, rief sie.

„Schaut nur nach“, sagte Gretchen. „Der Krug liegt im Brunnen.“

Cookie lehnte sich über den Brunnenrand. Gretchen beugte sich mit gestreckten Armen vor, um sie hinabzustoßen, aber da drehte sich Cookie blitzschnell herum und packte Gretchen an den Handgelenken.

„Eine Gretel bleibt eine Gretel. Deine Vorgängerin war genauso verschlagen wie du. Jetzt bin ich auf der Hut. Das offene Feuer habe ich abgeschafft, dann soll jetzt auch der Brunnen verschwinden.“

Sie zwinkerte und statt des Brunnens stand in der Ecke des Gartens ein Wasserhahn.

„Und dich werde ich windelweich schlagen“, sagte Cookie. Sie hatte ihren Stock fallen lassen. Jetzt wollte ihn aufheben. Sie schrie entsetzt auf. Neben dem Stock lag das leere Säckchen auf dem Boden. Das geheimnisvolle Pulver hatte sich auf der Wiese fein verteilt.
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