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Sternenzuckerkleid; Grafik: K. PollnerDer Sturm zerfetzt die Wolkendecke und gibt den Blick frei.

Sie trinkt gierig die weite Finsternis.

Schon als Kind suchte sie nach einer Heimat nicht im Dorf, sondern dort draußen hinter dem hellsten Stern.

Die Konstellationen liegen ausgestreut wie Zucker auf einem schwarzen Blech.

Sie leckt an der Fingerkuppe, nimmt die Kristalle auf und schmeckt.

Scharfe Süße prasselt auf der Zunge und vibriert im Blut.

Die Synapsen blitzen und funken Energie.

Sie schließt die Augen und gibt sich der Zuckerorgie hin.

Sie tanzt in ihrem Sternenzuckerkleid zwischen den Sternen.

Und irgendwo drei Weise wundern sich und folgen ihrem Schein.

 


Dies ist meine letzte Adventsetüde. Sie entstand aus den drei Wörtern Finsternis, Stern und Zuckerorgie.

Ich danke Christiane vom Blog „Irgendwas ist immer“ für ihre Schreibeinladung für die Adventswochen.

Sie hatte 24 Wörter vorgegeben, von denen je drei den Keim für eine Kürzestgeschichte mit maximal 10 Sätzen bilden konnten.

Acht Etüden habe ich geschrieben und nun wünsche ich frohe Festtage!

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